Adapter für alte Objektive

Wie bekomme ich alte Objektive an eine aktuelle Systemkamera?

Inzwischen gibt es für die meisten alten Objektivanschlüsse preiswerte Adapter für alte Objektive. Die Adaptervielfalt zur Anpassung alter Objektive an neue Kameras ist beeindruckend vielfältig. Kameraseitig sind Adapter für die meistverkauften Marken und deren Anschlussarten wie Canon EOS, Sony E-mount und Fuji-X am weitesten verbreitet. Natürlich auch Marken wie Nikon, Olympus oder Panasonic mit dem m4/3 “micro-four-thirds”-Anschluss. Objektivseitig bestimmen die Marken der ursprünglichen Kameramodelle den Anschluss, wie z.B. Leica-M, Leica-R oder M39 für Objektive von Leitz, die analoge Mittelformatkamera Pentaconsix mit Linsen von Carl Zeiss Jena oder klangvolle Namen wie Voigtländer, Agfa oder Rollei. Eine Ausnahmestellung nimmt der sogenannte M42-Anschluss ein, auf den sich einige Markenhersteller in den 1970er Jahren als kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt hatten. Vergleichbar einer gemeinschaftlich genutzten “Bodengruppe” unterschiedlicher  Automobilhersteller konnten dank dieser Konvention Kameramodelle mit den Objektiven anderer Marken kombiniert werden. Dies kommt uns heute beim Adaptieren manueller Optiken an Systemkameras sehr gelegen. Ist ein Adapter für eine bestimmte Kamera-Objektiv-Hochzeit am Markt (noch) nicht erhältlich, können auch mehrere Adapter miteinander kombiniert werden, um das Ziel indirekt zu erreichen. In besonders seltenen Fällen hilft dann schon mal ein Fotofreund mit ebenso viel Fachkompetenz, Enthusiasmus und Zugang zu einer Drehbank, um vermeintlich Unmögliches möglich zu machen. zum Adapterbau

diverse Adapter für alte Objektive u.a. für Fuji-X, Canon EOS und Sony e-mount
Kamera und Objektiv passen nicht immer zusammen – Adapter helfen dabei

Wie finde ich den passenden Adapter für alte Objektive?

Die meisten Kamera-Hersteller hatten aus Gründen der “Kundenbindung” ihr eigenes Anschluss-Bajonett für ihre Wechselobjektive geschaffen, um eine markenübergreifende Nutzung ihrer Linsen an anderen Kameramarken zu unterbinden. Daher steht zunächst die Recherche, von welcher Kamera mit welchem Anschluss solch eine manuelle Linse ursprünglich stammt. Damit kennen wir schon mal die technische Bezeichnung des objektivseitigen Anschlusses. Kameraseitig bestimmt die jeweilige Systemkamera, welcher Adapter benötigt wird. Dieser schafft zum einen die rein mechanische Verbindung und stellt andererseits den milimetergenauen Abstand der Rücklinse zum Sensor her, um den kompletten Schärfebereich von nah bis fern vollumfänglich abzudecken. Der Adapter muss exakt dem sog. “Auflagemaß“, dem Abstand zur Film-Ebene der analogen Ursprungskamera entsprechen, um beim Fokussieren ein Objekt in “unendlicher” Entfernung scharfstellen zu können. Ist dieser Abstand zu kurz oder zu lang bemessen, wäre beim Blick durch den Sucher das Bild unscharf. Hier kommt es also auf absolute Präzision an.

Was kann ein solcher Adapter für alte Objektive leisten und was nicht?

Die einfachsten Versionen solcher Adapter zur Adaptierung manueller Foto-Optiken Objektive sind schon ab € 25,- zu haben und dienen rein dem mechanischen Anschluss. Ältere Wechseloptiken verfügten ja meist ohnehin noch über keine Autofokus-Funktion und auch die Belichtung musste noch manuell am Blendenring des Objektivs eingestellt werden. Wir sprechen hier also vorwiegend von Adaptern für manuelle Objektive. Für modernere Optiken mit elektronischer Blendensteuerung direkt an der Kamera und automatischem Fokus für einen Fuji G-mount können schon mal ein paar Hundert Euro kosten. Wenn man damit aber seine einst mühevoll zusammengesparten und teuer erstandenen Lieblingsobjektive auch an seiner neuen Kamera weiterhin nutzen kann, mag dies durchaus eine preiswerte Alternative zu einer kompletten Neuanschaffung darstellen. Besitzt man bereits mehrere ältere Objektive mit dem gleichen Anschluss, amortisiert sich ein solcher Adapter rasch.