FAQ

Manuelle Objektive adaptieren, wie geht das? Ein FAQ:

Wer noch eine analoge Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven besitzt, hat sich bestimmt schon gefragt, ob er seine liebgewordenen, wertigen Gläser namhafter Hersteller auch an heutigen digitalen Kameras noch einsetzen kann, um in die Welt alter Objektive einzutauchen. Alte Objektive auf neuen Kameras, wie kann das gehen? Überwiegend aus nostalgischen Gründen, andererseits weil einige Objektive eine ganz eigene Charakteristik und Bildanmutung haben, die man gerne in die digitale Welt retten möchte. Wie das geht? Hier finden Sie hilfreiche Erklärungen: An digitalen SLR-Kameras verhinderte oftmals die drohende Kollision mit dem Spiegel noch den Einsatz von Objektiven analoger Kameras, die zum Teil seit Jahrzehnten auf dem Dachboden schlummern. Darunter nicht selten Klassiker von Zeiss, Voigtländer, Leica und Canon. Nutzer fragen auch (FAQ):

Welche Kameras sind zum Adaptieren von Vintage-Objektiven besonders geeignet?

Zunächst bestimmt das sog. “Auflagemaß”, also der Abstand einer Objektiv-Rücklinse zur damaligen Film- und heutigen Sensor-Ebene, was technisch anschließbar ist. Spiegellose Systemkameras im Vollformat wie die Sony A7 sowie die Mittelformat-Fujifilm GFX eignen sich baubedingt optimal, um manuelle Objektive zu adaptieren. Die Objektive für analoge SLR-Kameras waren i.d.R. ohnehin für das Kleinbildformat gerechnet, welches exakt dem Sensorformat der Kleinbildkameras entspricht. Auch Besitzer von bislang recht klobigen Mittelformatkameras können nun ihre wertvollen Wechseloptiken an einer aktuellen Systemkamera einsetzen.

Welche Wechselobjektive welcher Marken passen an Systemkameras?

Die meisten der folgenden Marken-Objektive und Anschlussarten sind inzwischen über Adapterlösungen problemlos geeignet und den gesamten Sensor auszuleuchten und somit ein Abdunkeln der Bildecken zu vermeiden. Für die Wechselbajonette zahlreicher Objektive sind im Netz passende Adapter erhältlich, die für den rein mechanischen Anschluss und den richtigen Abstand der Linse zum Sensor sorgen, so dass das Objektiv auf “unendlich” fokussiert werden kann, u.a. für M42 (diverse) Leica M, Leica-R M39 (z.B: Leica, Voigtländer) Canon FD DKL (Voigtländer, Schneider Kreuznach), Fujica Fujinon, QBM (Rollei) 600X (Mittelformat) P6(Pentacon six),Pentax 67 und 645 sowie Mamiya (Mittelformat).

Welche Adapter sind besonders empfehlenswert?

In Abhängigkeit der Kamera gibt es Adapterlösungen für diverse Anschlussarten. Im Vollformatbereich bietet sich eine Sony A7 an, ab Generation II mit einem Bildstabilisator ausgestattet, was im Umgang mit alten, oftmals lichtschwachen Objektiven verwacklungssichere Fotos ermöglicht, ohne ISO-Werte oder Verschlusszeiten zu sehr ausreizen zu müssen. Gesucht wird dann kameraseitig nach dem “Sony E-mount” oder auch dem Modellvorgänger “NEX” und objektivseitig nach der Kameramarke der alten Wechselobjektive. Beispiel: Adapter Sony nex für Canon EF/EOS. Markenübergreifend kann man auch nach dem weit verbreiteten “M42”-Anschlussbajonett Ausschau halten. Während die Sony-Adapter bereits ab ca. € 20,- erhältlich sind, werden für den Fuji G-mount Adapter weitaus mehr aufgerufen. Spezialadapter gibt es auch im Forum digicamclub.

Was bedeuten die Sensorformate APS-C, Vollformat, Kleinbildformat oder Mittelformat?

Zur Definition: wir beschäftigen uns hier mit Kameras mit Sensorformaten im sogenannten Vollformat, deren Fläche den Dias und Negativen früherer Kleinbildkameras entspricht und deren Wechselobjektive wir adaptieren wollen. Das kleinere APS-C-Format zahlreicher Digitalkameras wird hier vernachlässigt. Seit jüngster Zeit kommen relativ kompakte Systemkameras mit noch größeren Sensoren oberhalb des Kleinbildformats hinzu, die besonders interessante Adaptionen von Mittelformatobjektiven erlauben.